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18. Juli 2017

Anfrage 17/SVV/0625: Zeppelinstraße

Der Feldversuch Zeppelinstraße soll die Umweltauswirkungen der Einengung im inneren Teilbereich erforschen und die Praktikabilität der Maßnahme untersuchen. Ich stelle fest, dass verschiedene Teilaspekte bis heute ungeklärt sind.

Die Anlieferung der Geschäfte mittels LKW ist derzeit ungeklärt, so wie ich von Gewerbetreibenden in der Straße erfahren habe.

Die Auswirkungen der anteiligen Verkehrsverdrängung in andere Straßen sind bereits jetzt feststellbar erheblich negativ, unabhängig von der Frage einer Grenzwertüberschreitung in diesen Straßen. Mir ist unklar wie die Gesamtemission von Schadstoffen im Potsdamer Straßennetz wird mit dem Zustand vor dem Modellversuch verglichen werden.

Der durch den Modellversuch bereits jetzt erkennbare verstärkte Rückstau von KFZ sowohl im Bereich Zeppelinstraße bis hin nach Geltow bei der Einfahrt von Westen als auch der Rückstau in der Breiten Straße bis hin zur Friedrich-List-Straße und Zentrum-Ost sowie in der Friedrich-Engels-Straße und Heinrich-Mann-Allee bei der Fahrt aus südlicher und östlicher Richtung nach Westen stellt nicht nur eine erhöhte permanente Belästigung der Verkehrsteilnehmer und der Anlieger dar, sondern beinhaltet erheblichen wirtschaftlichen Schaden! Der Schaden besteht in vermehrter Belastung der Umwelt durch Schadstoffe – in anderen Bereichen als der Zeppelinstraße – und in Zeitverlust / Mehrkosten für sehr viele Verkehrsteilnehmer aus Potsdam und dem nahen Umland. Die Wirtschaft, der Tourismus und die berufstätigen Potsdamer werden durch die Einengung in der Zeppelinstraße geschädigt.

 

Zur Qualifizierung der konkreten Auswirkungen bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:

  1. Wie wird die Anlieferzone für LKW in der Zeppelinstraße zur mehrmals wöchentlich nötigen Belieferung der ansässigen Geschäfte im Bereich des kürzlich markierten Radstreifens auf der Fahrbahn rechtskonform geregelt?
  2. Wie wird der von der Zeppelinstraße weg in benachbarte Straßen über längere Fahrwege verdrängte KFZ-Verkehr quantitativ und qualitativ erfasst und bewertet im Sinne einer Gesamtbewertung der Vorteile / Nachteile / Gesamtemissionen von Schadstoffen im Stadtgebiet Potsdam?
  3. Wie werden die Fahrtzeitverlängerungen beim ÖPNV und beim MIV bewertet und die wirtschaftlichen Folgen eingeschätzt werden?
  4. Wie erfolgt die Kompensation des Messfehlers der Messstelle in der Zeppelinstraße, deren Messwerte vor dem Versuch etwa einen Meter neben der stadtauswärtigen Fahrspur gemessen wurden und jetzt durch Anlage des Fahrradstreifens etwa zweieinhalb Meter neben der Fahrbahn gemessen werden und somit nicht gleichwertig vergleichbar sein können?
  5. Welche Auswirkungen hat der einspurige Abschnitt auf die Müllentsorgung und den ÖPNV im einspurigen Abschnitt?