8. November 2017

Antrag 17/SVV/0818 (34. SVV): Moratorium Seesportclub_neue Fassung

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

 

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, mit der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten (SPSG) kurzfristig eine Verständigung anzustreben, dass bis zur Klärung des künftigen Standorts des Strandbades Babelsberg die Nutzung des Vereinsgeländes durch den Seesportclub weiter möglich wird.

Es ist eine Lösung anzustreben, die sowohl dem Strandbad als auch dem Seesportclub einen dauerhaften Verbleib am Standort sichert.

Der Oberbürgermeister wir beauftragt, einem Grundstückstausch mit der SPSG im Babelsberger Park nur dann zuzustimmen, wenn eine solche Lösung vereinbart wurde.

 

Begründung:

Der Potsdamer Seesportclub e.V. wurde 1991 gegründet, ist aus der Sportsektion der Gesellschaft für Sport und Technik hervorgegangen und blickt somit auf eine über 60-jährige Tradition zurück. Es trainieren ca. 120 Sportlerinnen und Sportler im Verein, die auch regelmäßig an Wettkämpfen teilnehmen und im Kultursegeln und Kulturrudern zu den erfolgreichsten Seesportvereinen in Deutschland gehören.

Mit dem Auslaufen des Nutzungsvertrages am 31.12.2017 mit der SPSG drohen dem Verein der Verlust des Vereinsgeländes und somit auch der Verlust der Weiterführung des Sportbetriebs.

Das Strandbad Babelsberg ist sinnvoll am Ufer etabliert. Die Wegesysteme im Park Babelsberg sind vollständig und ohne Umwege auf sehr langer Strecke direkt am Ufer der Havel erlebbar und barrierefrei mit dem westlichen Parkeingang verknüpft.

Ein vor Jahren angedachter Umzug des Strandbades auf die Fläche des Seesportclubs ist aktuell weder vorgesehen noch planerisch untersetzt.

Da seitens der Stiftung kein Interesse an einer eigenen Nutzung der Fläche des Seesportclubs besteht, ist kein substanzieller Grund erkennbar, diese Nutzung jetzt zu beenden. Im übergreifenden öffentlichen Interesse sollte dem Seesportclub die Nutzung der Flächen bis zu einer endgültigen Lösung weiter ermöglicht werden.