6. Dezember 2017

Antrag 17/SVV/0904 (35. SVV): Alternativen Modellversuch Zeppelinstraße

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt, während der verbleibenden Wochen der unveränderten Fortsetzung des Modellversuchs Zeppelinstraße zu prüfen, mit welchen anderen Instrumenten, die weniger Verkehrsverdrängung in die Geschwister-Scholl-Straße und benachbarte Straßen bewirken als die Spureinschränkung in der mittleren Zeppelinstraße, die Ziele der besseren Luftreinhaltung nach Ende des Modellversuchs erfüllt werden können.

Dabei sind unter anderem bessere Taktungen der Grünen Welle und die Einführung einer

Umweltzone mit grüner Plakettenpflicht für die Zeppelin- und die Geschwister-Scholl-Straße sowie weiter zusätzliche ÖPNV-Angebote für die Zeit nach dem Modellversuch zu prüfen.

Die Stadtverordnetenversammlung  ist im März 2018 über das Ergebnis der Prüfungen zu informieren.

 

Begründung:

Der Modellversuch muss noch fortgesetzt werden, bis belastbare Ergebnisse vorliegen. Erste Ergebnisse zeigen, dass pro Tag den etwa 2500 in der Zeppelinstraße pro Tag eingesparten KFZ 2300 zusätzliche KFZ in der Geschwister-Scholl-Straße gegenüberstehen. Damit wird die Verbesserung der Bedingungen in der Zeppelinstraße mit einer deutlichen Verschlechterung der Bedingungen in der Geschwister-Scholl-Straße erkauft. Deshalb sollte nach Lösungen gesucht werden, die die Probleme mindern und nicht nur verlagern. Im Übrigen belasten die teils erheblichen Rückstaus aus Geltow sowie aus Zentrum Ost, Heinrich-Mann-Allee und Breiter Straße in Richtung Zeppelinstraße die Lebensbedingungen an anderer Stelle ganz erheblich. Das belastet alle Potsdamer Verkehrsteilnehmer, die auf den KFZ-Verkehr angewiesen sind und schädigt Wirtschaft und Tourismus. Darum ist es erforderlich, vor einer dauerhaften Lösung auch andere Instrumente als eine Verkehrsbeschränkung in dem am meisten belasteten Teil der Zeppelinstraße zu untersuchen.