6. Juni 2018

Antrag 18/SVV/0333 (41. SVV): Notfalldose auch in Potsdam erhältlich

Die Stadtverordnetenversammlung Potsdam möge beschließen:

Die Landeshauptstadt Potsdam unterstützt den Seniorenbeirat Potsdam beim Erwerb, bei der Verteilung der Notfalldose sowie in der erforderlichen Öffentlichkeitsarbeit.

Die Landeshauptstadt Potsdam erwirbt für Seniorinnen und Senioren mit Grundsicherungsrente und für alleinerziehende von Armut betroffene Mütter und Väter ca. 1.000 Notfalldosen, die auf Nachfrage auf geeignetem Weg für die Betroffenen kostenlos ausgegeben werden.

Die Rettungskräfte der Landeshauptstadt Potsdam sind über die Einführung des Notfalldosensystems auch in der Landeshauptstadt Potsdam durch den Oberbürgermeister zu informieren.

Die Stadtverordnetenversammlung ist im November 2018 über den Umsetzungsstand zu informieren.

 

Begründung:

Die Notfalldose ist eine einfache weiße Plastikdose. Der grüne Aufkleber mit dem weißen Kreuz deutet darauf hin, dass sich in der Dose Hinweise auf medizinische Patienten-Informationen befinden. Auf dem Zettel, der sich in der Dose befindet ist ein zusammengefaltetes A4 Blatt, auf dem Ärzte und Sanitäter wichtige Hinweise finden.
Ebenso sind dort wichtige Grunderkrankungen, Allergien, welche Medikamente eingenommen werden und die Nummer des Hausarztes und wer im Notfall noch zu informieren ist, zu finden. Alleinerziehende können eintragen, wann und wo ihr Kind abgeholt werden muss. Damit ist klar, die Notfalldose für alle gedacht, nicht nur für alte Menschen.

Seit 2014 gibt es die Notfalldose in Deutschland. In Brandenburg sind es vor allem die Landkreise Teltow-Fläming und Oder-Spree. Dort  wird die Verteilung der Notfalldosen über die Seniorenbeiräte der Landkreise organisiert.