28. Juni 2011 Anita Tack, MdL

Die Schwimmhalle soll in der Mitte der Stadt bleiben

Zu den neuesten Entwicklungen und Diskussionen um einen Badneubau für die Landeshauptstadt erklärt die Potsdamer Landtagsabgeordnete, und Stadtverordnete Anita Tack (DIE LINKE):

Die Schwimmhalle soll in der Mitte der Stadt bleiben

Der mit einer knappen Mehrheit der Stadtverordneten gefasste Beschluss, für nicht mehr als 18 Millionen Euro ein neues Bad für Potsdam neben der Biosphäre zu bauen, sollte meines Erachtens unter den sich seitdem völlig veränderten Bedingungen nicht aufrecht erhalten werden. Die damals erwarteten „Synergieeffekte“ mit der Biosphäre spielen keine Rolle mehr. Die damals vorgerechneten Kosten haben sich inzwischen vervielfacht. Werder/Havel hat inzwischen einen privaten Investor mit dem Bau eines konkurrierenden Bades beauftragt.
Am Standort der bestehenden Schwimmhalle Am Brau- hausberg engagiert sich eine Bürgerinitiative für deren Erhalt und gegen die vorrangige Verwertung der Fläche zum Zwecke einer dichten Wohnbebauung. Die darauf beruhende Finanzierung des Neubaus ist durch die Veränderungen der Kosten und der zu erwartenden Erlöse unmöglich geworden. Es ist an der Zeit, die teuren Pläne im Bornstedter Feld zu begraben.

Die Stadt sollte in einem städtebaulichen Wettbewerb die beste Variante für die Gestaltung des Brauhausberges  finden, unter Einbeziehung der vorhandenen Schwimmhalle und des von Fachleuten als erhaltenswert eingeschätzten ehemaligen Restaurants „Minsk“ – im Interesse vieler Bürgerinnen und Bürger unsere Stadt und ihrer Gäste. Die Stadt Potsdam sollte künftig mehr auf die Erhaltung von Vorhandenem anstatt auf extensiven Neubau setzen. Das spart Geld und Ressourcen.