26. Juni 2011 Leon Lenk, OV Potsdam-Mitte

Gegen die Abrisspläne eines Baudenkmals

Die andauernde Diskussion und der mittlerweile beschlossene Abriss des Haus Dietz in Potsdam bewegt den Ortsverband Potsdamer Mitte der Partei DIE LINKE, erneut und mit Nachdruck gegen diese Fehlplanungen zu protestieren. Profitgier und Egoismus sind dabei, einen der letzten wenigen Kontraste zur barocken Baukultur in Potsdam zu vernichten. 

Schlimmer ist jedoch, dass der nun vorgestellte Entwurf für eine Neubebauung daran zweifeln lässt, dass sich seriöse Architekten tatsächlich mit dem Thema Kurfürstenstraße auseinandergesetzt haben. Die Idee des fünfgeschossigen Riegels schmeckt ein wenig nach einer misslungenen Mischung stalinistischer Architektur mit dem Thema der italienischen Villa. Brauchen wir das wirklich? Wo ist da der Denkmalschutz in Potsdam verloren gegangen? Muss ein roter Flitzer durch einen billigen Kombi ersetzt werden? Wenn das in unserer Stadt passiert, wird die Mitte nicht mehr schön sein! Denn wer kann garantieren, dass das kein
Startschuss für mehr Baukulturverwirrung ist? 

Wer als Verantwortlicher in der Stadt solche Entscheidungen mitträgt, gehört nicht in Amt und Würden! Eher ins Planungsbüro eines großen deutschen Bahnunternehmens.

Der Ortsverband Potsdamer Mitte der Partei DIE LINKE spricht sich erneut für einen sofortigen Stopp aller Abrisspläne und Neubebauungspläne der Kurfürstenstraße 24/25 aus.

Leon Lenk
Ortsverband Potsdam-Mitte