5. März 2018 Anita Tack, MdL

Von Versöhnung keine Spur. Die Stiftung Garnisonkirche polarisiert ohne Not

Zum Bericht in der Märkischen Allgemeinen Zeitung vom 03.03.2018: „Mietvertrag für Kreative wird nur für ein bis zwei Jahre verlängert“, erklärt die Potsdamer Landtagsabgeordnete, stadtentwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE und Fördermitglied des FÜR e.V. (Freundliche Übernahme Rechenzentrum), Anita Tack:  

Von Versöhnung keine Spur. Die Stiftung Garnisonkirche polarisiert ohne Not und nutzt die bedingungslose Übertragung des kommunalen Grundstücks aus.  

Die im Artikel der MAZ vom 03.03.2017 dargelegte Entscheidung des Kuratoriums der Stiftung Garnisonkirche, die Nutzung des Rechenzentrums nur für weitere 1-2 Jahre zu „billigen“, ist für die Stiftung entlarvend. Obwohl angesichts des Stillstands der Bauarbeiten und der noch immer unsicheren Finanzierung des Bauvorhabens kein Zeitdruck besteht, wird hier den 250 Menschen der Kunst-und Kreativwirtschaft jegliche Planungssicherheit genommen. Die Stiftung polarisiert damit weiter und macht deutlich, dass sie ihre stete Rede von der Versöhnung, schon im Umgang mit ihren unmittelbaren Nachbarn nicht lebt. Es zeigt sich, dass die Entscheidung der Stadt Potsdam, der Stiftung das kommunale Grundstück bedingungslos zu übertragen, ein Fehler war.

Die Stadt hat sich ihrer Einflussmöglichkeiten weitestgehend beraubt und wird ihren Beschluss, die Nutzung des Rechenzentrums bis 2023 zu gewährleisten, möglicherweise nicht umsetzen können. Die Stiftung Garnisonkirche vertieft die Spaltung der Stadtgesellschaft, anstatt sie zu einen. Ich fordere eine offene Diskussion mit allen Beteiligten unter der Führung der Stadt Potsdam, um noch zu einer „versöhnlichen“ Entscheidung über den Verbleib des Rechenzentrums bis 2023 zu gelangen.