26. Januar 2018 Martina Trauth, OB Kandidatin

In der Kritik richtig, aber unglaubwürdig und in den Schlussfolgerungen falsch

Zum Wahlkampfauftakt des CDU-Kandidaten Götz Friederich erklärt Martina Trauth, die parteilose Kandidatin der Potsdamer LINKEN:

In der Kritik richtig, aber unglaubwürdig und in den Schlussfolgerungen falsch

Der designierte Kandidat der Potsdamer CDU für den Posten des Oberbürgermeisters, Götz Th. Friederich, hat in vielen Punkten seiner Kritik an der bestehenden Politik im Rathaus recht. Ich teile seine Kritik, dass es eine Bürgerferne gibt. Dass Potsdam unter seinen Möglichkeiten bleibt und die Digitalisierung in der Stadtverwaltung nur stiefmütterlich vorangebracht wird, was einer modernen und lebendigen Landeshauptstadt nicht gerecht wird.

Jedoch: Herr Friederich hat diese Politik, die er jetzt so harsch kritisiert, als Stadtverordneter und Mitglied der Rathauskooperation jahrelang mitgetragen. Daher ist diese Kritik unglaubwürdig

Auch teile ich die Schlussfolgerungen von Herrn Friederich nicht. Die Wirtschaftsförderung ist ein wichtiges Thema, erweckt aber bei Herrn Friederich den Eindruck von Klientelpolitik. Viel wichtiger ist jedoch der Zusammenhalt in der Stadt, bezahlbares Wohnen für alle und eine echte Bürgerbeteiligung. Daher kann der Wahlkampfauftakt von Herrn Friederich so zusammengefasst werden: In der Kritik war vieles richtig, seine daraus resultierenden Schlussfolgerungen betrachte ich als unglaubwürdig.