30. Januar 2018 Martina Trauth, OB Kandidatin

Krankenstand in der Stadtverwaltung durch Realisierung guter Arbeit senken

Zur heutigen Berichterstattung in den Medien über den Krankenstand im Potsdamer Rathaus erklärt Martina Trauth, die parteilose OB-Kandidatin der LINKEN:

Als öffentlicher Arbeitgeber steht die Stadtverwaltung in besonderem Maße in der Pflicht, gute Arbeit für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu realisieren. Hier besteht dringender Handlungsdruck  wie der hohe Krankenstand zeigt. Für Kolleginnen und Kollegen bedeutet er häufig einen Zwang zur Mehrarbeit mit der Folge der Überlastung. Zudem ist er ein erheblicher Kostenfaktor. Gute Arbeitsbedingungen und Betriebliches Gesundheitsmanagement sind nicht die einzigen Faktoren, die zu einer niedrigen Krankenstatistik beitragen. Eine der wichtigsten (und häufig unterschätzten) Stellschrauben für geringe Fehlzeiten ist gute Führung. Das belegen mittlerweile sämtliche Studien auf dem Gebiet der Fehlzeitenforschung. Hier müssen im Rathaus Führungskonzepte neu gedacht werden, die den komplexen Anforderungen unserer stark wachsenden Landeshauptstadt gerecht werden und sie zukunftssicher machen.  

Ich möchte, dass die Stadtverwaltung Vorbild ist. Gemeinsam mit dem Personalrat soll geschaut werden, wie gute Arbeit umgesetzt und der Krankenstand gesenkt werden kann. Hierzu braucht es Rahmenbedingungen für gute Führung vor dem Hintergrund einer sich stark wandelnden Arbeitswelt. Es braucht neue Führungsstrukturen, die auf Transparenz von Information und Kooperation setzen. Nach innen in die Verwaltung wie nach außen in die Stadtgesellschaft. Das Gesundheitsmanagement muss ernst genommen und konsequent umgesetzt werden. Ebenso müssen die Prozesse klar definiert und eine Anerkennungskultur in der Stadtverwaltung gelebt werden. Hierfür werde ich mich einsetzen.