14. August 2017 Michél Berlin & Stefan Wollenberg

Kreativszene leistet entscheidenden Beitrag für ein lebenswertes Potsdam

Die Äußerungen der Potsdamer Demokraten und ihres Stadtverordneten Peter Schultheiß zum "Anspruchsdenken" der Potsdamer Kreativen und Jugendlichen zeugen von einer erheblichen Verkennung der Realitäten. "Ich bin empört, aber nicht überrascht, wie die Potsdamer Demokraten die Kulturszene und ihre städtische Förderung grundsätzlich in Frage stellen.", sagte der Vorsitzende des Ortsverbandes Babelsberg und Stadtverordnete Michél Berlin.  

"Gerade das von Schultheiß kritisierte Rechenzentrum hat sich in kürzester Zeit zu einem lebendigen Kulturort entwickelt, der viele Menschen unterschiedlichster Couleur anzieht und mit Veranstaltungen und Aktivitäten der Nutzer_innen einen erheblichen Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums leistet.", ergänzte der Kreisvorsitzende Stefan Wollenberg. Darüber hinaus ist die Kreativwirtschaft ein wesentlicher Motor für die wirtschaftliche Entwicklung der Landeshauptstadt und kostet damit nicht nur Geld - sondern spielt vor allem welches ein. Eine Investition in kreative Freiräume ist damit vor allem auch eine Investition in die Zukunft unserer Stadt.  

"Die Übertragung des Grundstücks an die Stiftung Garnisonkirche war Resultat eines sehr viel exklusiveren Anspruchsdenkens und wohl noch viel weniger ein Beitrag zur Schonung des städtischen Haushalts als die jetzt von Schultheiß kritisierten Projekte.", so Berlin weiter. Es wäre an der Zeit, die Chancen, die sich aus dem erfolgreichen Projekt Rechenzentrum und den vielfältigen Ideen rund um den Erhalt der Fachhochschule ergeben, für die Entwicklung einer wirklich lebendigen und lebenswerten Stadtmitte für alle zu nutzen. "Dabei kann es auch helfen, das "mitteschöne" Anspruchsdenken mal für einen Moment in den Hintergrund zu stellen!", schloss Wollenberg.