25. April 2018 Anita Tack, MdL

„Minsk“ als Architekturzeugnis für künftige Generationen erhalten!

Zur gestrigen Entscheidung des Bauausschusses, das früheren „Minsk“ Terrassenrestaurants auf dem Brauhausberg nicht zu erhalten, erklärt die Potsdamer Landtagsabgeordnete und Sprecherin für Stadtentwicklungspolitik der Fraktion DIE LINKE, Anita Tack: 

„Minsk“ als Architekturzeugnis für künftige Generationen erhalten!

Nicht Investoren sollten über das künftige Stadtbild entscheiden, sondern demokratische und mutige Entscheidungen im Interesse der Bürger*innen.     

Die Entscheidung des Bauausschusses, zwei Anträge der Linken und der Grünen für einen Erhalt des Baus abzulehnen, zeigt erneut den fehlenden Mut der SPD, CDU und FDP Fraktionen, Architekturzeugnisse der jüngeren Vergangenheit zu erhalten und sich der Gier nach dem großen Geld unbekannter Großinvestoren zu entziehen.

Ich stimme der Vizechefin der Brandenburgischen Architektenkammer, Katja Melan, vollumfänglich zu, die im Ausschuss sagte „Eine lebendige Stadt sollte verschiedene Epochen abbilden und den nachfolgenden Generationen auch zugänglich machen.“ Oft erkenne man den Wert der Gebäude erst hinterher, wenn es schon zu spät sei. „Es wurde schon viel zu viel in Potsdams Mitte abgerissen! Diese Zeitzeugen sind für immer verloren“ so Anita Tack. „Der Erhalt des „Minsk“ als architektonisches Zeitzeugnis der Nachkriegsmoderne und DDR-Architektur wäre eine kluge Entscheidung, um Baukultur in der Landeshauptstadt zu gestalten“ so Tack weiter.  

Deshalb erwarte ich, dass im Hauptausschuss eine Entscheidung pro „Minsk“ getroffen wird. Dann könnten Wege zu dem von den Bürger*innen und Expert*innen gleichermaßen gewünschten Erhalt des Gebäudes eröffnet werden.