6. März 2017 Michél Berlin & Sascha Krämer

Wer braucht einen historischen Rundweg im Park Babelsberg?

Im Streit um die Zukunft des Seesportclubs am Strandbad Babelsberg hat sich Die örtliche LINKE mit der grundsätzlichen Frage zu Wort gemeldet, ob der von der Schlösserstiftung geplante historische Rundweg, für den der Seesportclub und das Strandbad Babelsberg umziehen sollen, wirklich gebraucht werden. Der Ortsvorsitzende der Babelsberger LINKEN Michél Berlin stellte die Frage in den Raum „Wer braucht einen historischen Rundweg im Park Babelsberg? Der Park bietet seinen Besuchern bereits jetzt zahlreiche Erholungsmöglichkeiten. Sein historischer Wert ist auch ohne diesen Rundweg gut erlebbar. Öffentliche Wassersportmöglichkeiten sind in der Landeshauptstadt hingegen eher rar.“

Die LINKE Babelsberg/Zentrum Ost fordert die Landeshauptstadt Potsdam und die Schlösserstiftung daher auf, sich ernsthaft mit dem auslaufenden Pachtvertrag des Potsdamer Seesportclubs am Tiefen See, auseinander zu setzen. Mit Blick auf die jüngste Antwort des städtischen Rechtsamtes zu diesem Thema verwies Berlin darauf: „Paragraphenreiterei hilft niemanden weiter. Ich erwarte, dass sich alle an einen Tisch setzen, um eine einvernehmliche Lösung zu finden. Dabei müssen sich alle bewegen. Und vielleicht wäre dabei auch einmal die Grundsatzfrage zu klären, ob ein zusätzlicher historischer Spazierweg wirklich wichtiger ist als eine lebendige Stadtkultur.“

"Der Verein hat eine breitensportliche Wirksamkeit und wird als anerkannter Landesleistungsstützpunkt des Landessportbundes Brandenburg eingestuft. In der Vereinsjugend - die überwiegend aus Babelsberg kommt - trainieren 30 Kinder und Jugendliche im Alter von 8 bis 21 Jahren. Der Monatsbeitrag beträgt ein Euro pro Kind. Somit können auch Kinder aus finanziell schwachen Familien Segelsport betreiben. Potsdam ist Stadt des Wassers. Der Seesporthafen ist Heimat für viele Potsdamer Wassersportler. Zugleich ist er auch beliebter Anlaufpunkt für internationale Bootsfreunde. Damit unterstützt der Seesportclub Potsdams Ambitionen als Sport- und Tourismusstadt. Der Seesportclub würde der SPSG entgegenkommen, in dem der Verein die Höhe der Gebäude verringert und eine Pacht zahlt. Hier könnte die Stiftung Geld einnehmen, um das Vorhandene instand zu halten", ergänzt der Kreisvorsitzende Sascha Krämer.