Jahr des Friedens

2018-03-21_Offener_Brief_Jahr_des_Friedens.pdf

Offener Brief zum Jahr des Friedens

A1_2017-10-07_Beschluss_Kreisparteitag_PM.pdf

Beschluss des Kreisparteitages Potsdam-Mittelmark

A2_Offener_Brief_DIE_LINKE._KV_PM.pdf

Offener Brief DIE LINKE. KV Potsdam-Mittelmark

A3_2018-01-13_Beschluss_GMV_Jahr_des_Friedens.pdf

Beschluss der GMV DIE LINKE. KV Potsdam Jahr des Friedens

A4_Aufruf_Potsdamer_Ostermarsch_2018.pdf

Aufruf Potsdamer Ostermarsch 2018

26. Oktober 2017
Stellungnahme der Kommunistischen Plattform der Partei DIE LINKE

Zum Artikel in „Potsdams andere Seiten“: „Rechenzentrum und Turm der Garnisonkirche – Beides muss möglich sein“.

Die Territorialgruppe Potsdam - Potsdam-Mittelmark - Teltow-Fläming der Kommunistische Plattform in der Partei DIE LINKE protestiert entschieden gegen die Aussagen des Vorsitzenden der Stadtfraktion der LINKEN in der Stadt­verordneten­versammlung Potsdam und fordert die Einhaltung bestehender Beschlüsse.

Mit einer Zustimmung, den Bau des Turms der Garnisonkirche mit städtischen Mitteln im Gegenzug für eine befristete Verlängerung der Nutzung des Rechenzentrums zu unterstützen, wird sowohl gegen eine Reihe von Beschlüssen verstoßen als auch der Bürgerwillen ignoriert. Auf ihrem Kreisparteitag am 14. Dezember 2013 hat DIE LINKE. Potsdam einstimmig beschlossen: „DIE LINKE. Potsdam spricht sich gegen die Errichtung eines Versöhnungszentrums in der historischen Gestalt der Garnisonkirche aus. Gleichzeitig bekräftigen wir unsere Position, keine öffentlichen Gelder dafür einzusetzen...“.

Auch ein ähnlich lautender Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, keine städtischen Mittel für den Aufbau einer Garnisonkirchenkopie einzusetzen, ist nach unserem Wissen immer noch aktuell. Ebenso wird im aktuellen Bürgerhaushalt wiederholt auf vorderstem Platz der Bürgerwille bekundet, keine städtischen Gelder für die Garnisonkirche auszugeben. Wir unterstützen die Stadtfraktion bei ihrer Arbeit, die Interessen der Potsdamerinnen und Potsdamer durchzusetzen. Das darf jedoch nicht auf Kosten der Glaubwürdigkeit der Partei gehen! Schon das Einverständnis der Fraktion zum Abriss der Fachhochschule und des Staudenhofes unter der Voraussetzung des temporären Erhalts des Wohnhauses am Staudenhof war ein fauler Kompromiss. Nicht nur, weil damit eine weitere Privatisierung kommunalen Eigentums beschlossen, sondern auch der Bürgerwille aus dem jüngsten Bürgerbegehren mit mehr als 15.000 Unterschriften ignoriert und ad absurdum geführt wurde.

Im Erfurter Programm der Partei DIE LINKE ist zu lesen: „Deshalb gilt …, das öffentliche Eigentum zu erhalten und keine weitere Privatisierung … zuzulassen.“ Es kann nicht sein, dass sich Mitglieder unserer Partei an der Beseitigung von DDR Architektur in unserer Stadt und an dem Wiedererstehen des alten preußischen Stadtbildes beteiligen und damit an Zustimmung in breiten Kreisen der Potsdamer Bevölkerung verlieren. Die Vernichtung städtebaulicher Identitäten aus der Zeit zwischen 1949 und 1990 muss beendet werden.

Die letzten Solitäre sozialistischer Nachkriegsarchitektur in der Innenstadt sollten als Bestandteil der (architektonischen) Stadtgeschichte nicht nur für die jetzigen, sondern insbesondere für die künftigen Generationen erhalten werden. Dazu gehören neben dem Rechenzentrum und dem Hotel Mercure das ehemalige Terassenrestaurant Minsk und die alte Schwimmhalle am Brauhausberg.

Der Nachbau der Hof- und Garnisonkirche in historischer Gestalt, und sei es nur der Turm, muss mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verhindert werden. Es darf nicht Aufgabe der LINKEN sein, um steigende „…Akzeptanz des umstrittenen Aufbaus des Turms der Garnisonkirche bei den Potsdamerinnen und Potsdamern…“ zu werben. Wir brauchen in dieser Stadt keinen Wallfahrtsort für alte und neue Faschisten, Militaristen und Monarchisten.

Wir fordern alle Mitglieder der Stadtfraktion der LINKEN auf, sich bei ihrer Arbeit konsequent an bestehende Beschlüsse und unserer Erfurter Parteiprogramm zu halten und erwarten vom Kreisvorstand der LINKEN Potsdam, diesbezüglich seinen politischen Einfluss auf die Stadtverordneten mit Mandat der LINKEN für die Mitglieder des Kreisverbandes nachvollziehbar geltend zu machen.

Die DDR – wie wir sie sehen ...

... so lautete der Titel eines Diskussionsangebots in der Juni-Ausgabe unserer Zeitung. Eine Geschichtsdebatte, wen interessiert das überhaupt? Es interessiert Menschen, die uns nach wie vor misstrauen. Sie trauen uns nicht zu, kritikfähig zu sein in unserem DDR-Bild. Und sie postulieren blanke Einseitigkeit in ihrer Geschichtsbetrachtung. Wir hingegen wollen eine dialektische Geschichtsdebatte.

Dazu sehen wir sehr wohl die Leistungen der DDR, ohne gleich den Vorwurf ernten zu
müssen, dass wir die Missstände vergessen. Gleichzeitig sollen GegnerInnen der DDR ihre Geschichte erzählen dürfen und ihre Sicht einbringen, ohne ihrerseits den Vorwurf
kassieren zu müssen, dass sie die Leistungen nicht beachten. Wir denken auch an die jungen Leute, die wir für linke Politik interessieren wollen. Sie haben die DDR nicht kennen gelernt. Und sie stehen unter dem sehr einseitigen DDR-Bild, das tagtäglich in
den Medien vermittelt wird. Und natürlich interessiert die Geschichtsdebatte unsere eigene Mitgliedschaft – vor allem die Älteren. Immerhin geht es um ihre Arbeit, um ihr Leben. Und es geht um Achtung ihrer Leistungen und ihres Engagements. In der Geschichtsdebatte und bei einer kritischen Bewertung der DDR geht es aber nicht um die Diffamierung der Leistung und des Engagements Einzelner. Es geht um die Bewertung historischer Prozesse, um die Bewertung des Gesamtergebnisses. Und da dürfen kritische Punkte nicht ausgespart werden.

Denn uns ist klar, dass ohne ein Verhältnis zur Geschichte die Zukunft nicht zu haben ist. Wir sind gespannt auf weitere Meinungen. Unser Diskussionsangebot finden Sie hier!

Nur eine komplexe Sicht wird Bestand haben

Sascha Krämer, Stefan Wollenberg, Pete Heuer und Tino Erstling laden in „Potsdams anderen Seiten“ vom Juni zur DDR-Debatte ein. Ich will den Ball gern aufnehmen. Der Text der vier ist für mich nicht überzeugend, denn er besteht lediglich aus einer ziemlich wahllosen Aneinanderreihung von dieser und jener längst bekannten Ansicht, und es fehlt ihm am Entscheidenden: an Gerüst, Methode und eigener Idee.

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Nachlesen bei Andersdenkenden…

…das kann hilfreich sein; zu empfehlen: Hans Otto Bräutigam („Ständige Vertretung. Meine Jahre in Ostberlin“). Die Autoren des Beitrags „Die DDR – wie wir sie sehen“ in der LINKEN „Monatszeitung für die Landeshauptstadt“ haben das eindeutig versäumt.

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Die DDR in Schnipseln

„Geh doch nach drüben“ hieß es noch bis tief in die 80er hinein, wenn wir gegen die real existierenden Auswüchse des BRD-Kapitalismus protestierten. Hab‘ ich dann 1998 gemacht. Und mische mich als „West“deutscher, der sich bis 1989 immer als Norddeutscher verstanden hat, ein in eine interne Debatte über die Geschichte der DDR. Auch nach 20 Jahren immer noch eine schwierige Angelegenheit. Ich will es trotzdem versuchen, habe allerdings kein geschlossenes Gesamtbild, sondern nur begleitende Gedankensplitter anzubieten.

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Sozialistische Treue?

Wenn aus der LINKEN Kritik an der DDR geäußert wird, so löst das schnell heftige Empörung bei manchen alten Genossen aus. Die Kritik wird als Treuebruch
empfunden. Dahinter steckt wohl die Idee, die LINKE habe ganz vorwiegend die Aufgabe, DDR-Erinnerung und DDR-Biographien vor Anfeindungen aus dem bürgerlichen Lager zu schützen. Das ist nicht einmal ganz falsch. Denn das DDR-Bild dieses Lagers ist unausgewogen und hat mitunter nichts mit der geschichtlichen Wirklichkeit zu tun.

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Die DDR gerecht sehen!

 Die DDR nicht von ihrem Ende, sondern von ihrem Anfang her sehen. Es begann mit der klaren Wahlkampfaussage der Kommunisten Anfang der 30er Jahre: Wer Hindenburg wählt, wählt Hitler, wer Hitler wählt, wählt den Krieg. Genauso kam es, und es kam noch schlimmer, als Programm nachzulesen in „Mein Kampf“. Hätten die Deutschen das Buch nur gelesen – damals praktisch vorhanden in jedem Haushalt –, niemand hätte sich mit Nichtwissen herausreden können.

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Wer nur ist ein echter Marxist ?

So kann man sich fragen. Ist es Einer von uns der Marx verstanden hat ?
Nur was  hat wer von Marx verstanden und wenn dann wie? Ich für meinen Teil gehe davon aus , das es den Marxisten genauso wenig gibt wie den Marxismus.

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Richtigstellung der Zitatquellen zu meinem Text "Sozialistische Treue."

Lieber Wolfgang Preller,

ich danke die für die Richtigstellung der Zitatquellen zu meinem Text "Sozialistische Treue." Ich gebe zu, ich bin ein schusseliger Mensch und der Programmentwurf der SPD in dem von Dir genanntem Jahre war nicht das Programm aus dem selben Jahre, sondern nur dessen Entwurf. Du schlägst vor, man sollte sich treffen und das denke ich auch. Mit anderem Schwerpunkt als Marx meine ich nämlich, dass es der Diskurs über die Wahrheit ist, der in Auseinandersetzung mit dem Sein das Bewusstsein formt, dass dann Geschichte gestalten darf. Wenn wir also ein ganz klein wenig Geschichte gestalten wollen, dann müssen wir wohl mehr diskutieren, als dogmatische Marxisten es früher taten. Das führt zu Deiner Feststellung, dass es weder Marxisten, noch den Marxismus gibt, sondern nur die Suche nach der möglichen Erkenntnis, absolut nicht im freien Raum, sondern unter Zuhilfenahme dialektisch-materialistischer Theorien, aber eben auch nicht in scholastischer Treue zu einer marxistischen reinen Lehre. Das sind wir uns sicher einig.

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Demokratie wagen?

Mich freut, dass im 'forum' Nr. 8 eine ganze Seite der Diskussion über die DDR und ihre Geschichte gewidmet ist und hoffe, dass die Diskussion weiterhin stattfindet. Nach 20 Jahren haben wir genügend Abstand, um diese Fragen sachlich zu behandeln. Und wir sind diejenigen, die diese Diskussion am dringendsten brauchen. Wir müssen auf Grund unserer Erfahrungen neue Vorstellungen erarbeiten um die Entwicklung zu einer Gesellschaft ohne Ausbeutung, was ja schließlich unser fernes Ziel ist, voran zu bringen.

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