DIE LINKE.Potsdam ist zweimal umgezogen

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Parteitag in Blossin: Selbstbewusst und weiter erfolgreich
Foto: Johanna Bergmann
Foto: Johanna Bergmann

Ein tolles Ergebnis zum Start", freute sich Stefan Ludwig. Er ist also der neue Landesvorsitzende der Linken Brandenburg. Ludwig erhielt auf dem Landesparteitag in Blossin 98 Ja-Stimmen, 22 Nein-Stimmen bei neun Enthaltungen. Das ist ein Stimmenanteil von 75,97%. Stefan Ludwig ist damit der Nachfolger von Thomas Nord, der nach sieben Jahren nicht mehr als Landeschef kandidieren wollte. Nord will sich künftig im Bundesvorstand der Linken engagieren. Bei seiner Verabschiedung erhielt Thomas Nord stehende Ovationen und war sichtlich gerührt. Zu den vier stellvertretenden Landesvorsitzen wurden Diana Golze, Gerlinde Krahnert, Norbert Müller und Thomas Domres gewählt. Neue Landesgeschäftsführerin in der Nachfolge von Maria Strauss ist Andrea Johlige und Landeschatzmeister bleibt Matthias Osterburg.Die Wahl Ludwigs war der Höhepunkt des ersten Tages des Parteitages in Blossin. Zuvor hatten der nun ehemalige Landesvorsitzende Thomas Nord und der Finanzminister und stellvertretender Ministerpräsident Helmuth Markov die Erfolge in der rot-roten Regierung in Brandenburg verteidigt. Die Linke habe sich 2009 mit ihrem Wahlprogramm vorgenommen, einen Wandel einzuleiten, sagte Markov. „Wir sind auf dem Weg“, so Markov. Es sei aber auch klar gewesen, dass nicht alles auf einmal zu schaffen sei. „Dieses Rot-Rot tut Brandenburg gut. Wir regieren nicht mit, wir regieren“, erklärte Markov in Blossin unter großem Erfolg.Für Thomas Nord war es richtig, dass die Linke 2009 erstmals Verantwortung in einer rot-roten Koalition übernommen hat. Damit konnte die Partei wesentlich mehr erreichen, als es in der Opposition möglich gewesen wäre, meinte Nord. „Die Linke ist die Partei der sozialen Frage und steht für soziale Gerechtigkeit“, so Nord, der auch für die Linke als Mitmachpartei plädierte und das Umsetzen der Parteireform warb. Der neue Landesvorsitzende Stefan Ludwig, verwies unter anderem auf das Vergabegesetz mit Mindestlöhnen bei öffentlichen Aufträgen und die Einstellung von 2.000 statt 1.250 Lehrern in den Schulen. Das seien Erfolge, die die Linke vorzuweisen hat.Der Parteitag versprühte bereits am ersten Tag eine Aufbruchstimmung. Es stehen in den beiden kommenden Jahren wichtige Wahlen an und dafür ist die Linke nun gut aufgestellt.

Nach einer heftigen und überaus kontroversen wie emotionalen Energiedebatte am späten ersten Abend des Parteitages ging es am zweiten Tag des Parteitages deutlich ruhiger zu. Die Wahlergebnisse lieferten keine große Überraschung. Der vermeintliche Aufreger „Die Abschaffung des Brandenburger Verfassungsschutzes“ wurde mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Zuvor hatte die Bundesvorsitzende der Linken, Gesine Loetzsch, zu den Delegierten geredet. Sie forderte eine Mitsprache bei der Besetzung des Bundespräsidenten ein. Die Linke sei auch in der Bundesversammlung vertreten, erinnerte Lötzsch die Kanzlerin am Sonntag in Blossin. Merkel mache einen gravierenden Fehler, wenn sie bei der Kandidatensuche nur auf SPD und Grüne zugehe. Damit verbreite Merkel an fünf Millionen Wähler die Botschaft: 'Ihr gehört nicht dazu.'

Kerstin Kaiser, die Fraktionsvorsitzende mahnte in ihrer Grundsatzrede an: "Die Linke Brandenburg soll sich nicht im Machbaren einrichten. Wir verändern Brandenburg!" Kaiser hielt eine engagierte Rede und bekam viel Zustimmung. Sie skizzierte zudem den Stand der Leitbilddebatte. "Mit der Leitbilddebatte stärker werden!", forderte Kaiser.

Zum Abschluss des Parteitages bedankte sich der neue Landesvorsitzende Stefan Ludwig bei allen Delegierten und Gästen für die konstruktive Arbeit und den intensiven politischen Debatten in Blossin. „Wir freuen uns auf zwei Jahre Arbeit“, so Ludwig.

Zu den Wahlrgebnissen des Parteitages

DIE LINKE geht inhaltlich gestärkt aus ihrem Kreisparteitag

Presse zum Parteitag:

Potsdams Linke im Richtungsstreit, PNN 12.12.2011

PARTEITAG: Linke für soziale Miete, MAZ 12.12.2011

Potsdam entwickelt sich gut. Es ist die einzige Stadt in Ostdeutschland, die nicht über Bevölkerungsrückgang klagen muss, im Gegenteil, Potsdams Bevölkerung wächst, und sie wird jünger! Die Stadt ist familienfreundlich, der Wohnungslehrstand und die Arbeitslosenquote gering, die Fassaden der Häuser sind schick.  

Wozu dann eigentlich noch eine LINKE? 

  • Potsdamer Politik verweigert sich der direkten Beteiligung durch die Bewohner.
    Es geht uns um ein mehr an Teilhabe!
  • Wohnen in Potsdam wird unbezahlbar; bei Nettokaltmieten ist Potsdam die viertteuerste Stadt – 18% Mietsteigerung innerhalb von 5 Jahren.
    Es geht uns um ein mehr an Gerechtigkeit!
  • Junges, studentisches und alternatives Leben wird stiefmütterlich behandelt – wird aus der Innenstadt gedrängt. Preußen ist in dieser Stadt wichtigr als das alltägliches Leben der Menschen
    Es geht uns um ein mehr an Lebendigkeit!      
  • Der OB hat keine Idee, was die Zukunft dieser Stadt betrifft, seine Politik ist nicht aus einem Guss, sondern spontan, sehr eng und sehr interessengeleitet.
    Es geht uns um ein mehr an Zukunft

DIE LINKE will ein Potsdam mit allen für alle – dass heißt ein Stadtentwicklung die den Norden und den Süden, die ländlichen Regionen und die Innenstadt mitdenkt; die Politik mit den Menschen für die Menschen macht – die LINKE ist da um die Interessen der Bürger zu artikulieren. DIE LINKE ist konstruktive Opposition bei einer Rathauskooperation, deren Antrieb einzig und allein der Machterhalt und persönliche Reputation sind.

Unsere Anträge, mit denen wir in das politische Jahr 2012 gehen.

Der Kreisvorstand

Der Kreisvorstand ist höchste Organ der Potsdamer Linkspartei zwischen den Parteitagen. Er wird für die Dauer von zwei Jahren gewählt. Zur Zeit gehören ihm 11 Mitglieder an. Er besteht aus der/dem Vorsitzenden, 2 Stellvertreter/Innen, der/dem SchatzmeisterIn, der/dem GeschätsführerIn sowie den weiteren Mitgliedern.

Zu seinen Aufgaben zählt die Führung der politischen Arbeit im Kreisverband, die Organisation und Durchführung von Veranstaltungen, die Mitgliederbetreuung sowie die Verwaltung der finanziellen Mittel des Kreisverbandes. Der Kreisvorstand tagt in der Regel jeden ersten Donnerstag im Monat um 19 .00 Uhr. Die Beratungen sind öffentlich und jedes Mitglied hat das Recht, sich mit Anträgen und Anliegen an den Kreisvorstand zu wenden.

Potsdamer Delegierte - gewählt auf dem 2. Tagung des 3. Parteitages DIE LINKE.Potsdam

Delegierte für den Landesausschuss sind:

  • Evelyn Dahme
  • Jana Schulze
  • Sascha Krämer
  • Ersatzkandidat: Wolfgang Preller

Delegierte für den Landesparteitag sind:

Frauen

  • Evelyn Dahme
  • Andrea Grunert
  • Karin Schröter
  • Jana Schulze   
  • Juliane Tietz
  • Anita Tack   

Männer

  • Ronny Besancon
  • Moritz Kirchner
  • Sascha Krämer
  • Steffen Pfrogner
  • Hans-Jürgen Scharfenberg
  • Günther Waschkuhn

Delegierte für den Bundesparteitag:

Frauen

  • Andrea Grunert
  • Anita Tack
  • Juliane Tietz

Männer

  • Ronny Besancon
  • Moritz Kirchner
Erfurter Parteitag: Das neue Parteiprogramm ist beschlossen

Der Erfurter Parteitag hat das neue Parteiprogramm am 23. Oktober 2011 mit 503 Stimmen bei 4 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen beschlossen. Das ist eine Zustimmung von 96,9 Prozent.

Beim Mitgliederentscheid vom 17. November bis 15. Dezember 2011 wurde das Parteiprogramm mit 95,81 Prozent bestätigt.

Die Beschlussfassung des Programms ist jetzt online. Lesen Sie hier.

Das Parteiprogramm der LINKEN hat es in den Deutschen Bundestag geschaft. In der aktuellen Stunde im Bundestag am 27.10.2011 wurde auf Antrag der CDU/CSU und FDP zu dem Thema: "Grundsatzprogramm LINKE - Abschaffung Marktwirtschaft" debattiert.

Presse zur Aktuellen Stunde.

Der Erfurter Parteitag hat das neue Parteiprogramm mit 503 Stimmen bei 4 Gegenstimmen und 12 Enthaltungen beschlossen. Das ist eine Zustimmung von 96,9 Prozent. In den nächsten Wochen wird das neue Parteiprogramm durch einen Mitgliederentscheid bestätigt werden. weiterlesen

Finanzkrise

Die Linke tritt für ein dreigliedriges Bankensystem aus Sparkassen, Genossenschaftsbanken und verstaatlichten Großbanken ein. Den Banken soll der Handel mit Wertpapieren und die Spekulation mit Derivaten verboten werden. Den umstrittenen Hedge-Fonds soll die Geschäftstätigkeit in Deutschland verboten werden, alle Finanztransaktionen sollen mit einer Steuer belegt werden.

Steuern

Die Vermögenssteuer soll in Form einer Millionärssteuer wiedereingeführt werden, und zwar in Form von fünf Prozent auf private Vermögen. Zudem wird eine deutliche Anhebung der Erbschaftssteuer auf große Vermögen vorgeschlagen.

Sozialpolitik

An die Stelle von Hartz IV soll nach dem Willen der Linken ein am früheren Einkommen orientiertes Arbeitslosengeld und eine bedarfsdeckende Mindestsicherung treten. Sie soll nicht mit Sanktionen verknüpft sein. Abschaffen will die Partei außerdem die Rente mit 67. Stattdessen soll wieder zur Regelaltersgrenze 65 zurückgekehrt werden.

Wirtschaft und Arbeit

Strukturbestimmende Großbetriebe will die Linke in "demokratische gesellschaftliche Eigentumsformen" überführen. Zudem gehörten die Daseinsvorsorge, die gesellschaftliche Infrastruktur und die Energiewirtschaft in die öffentliche Hand. Hier wird eine demokratische Kontrolle vorgeschlagen. Die Partei tritt außerdem für einen Mindestlohn ein, der mindestens 60 Prozent des nationalen Durchschnittseinkommens betragen soll. Zudem strebt die Linke die 30-Stunden-Woche an.

Außenpolitik

Nach kontroverser interner Debatte bekennt sich die Linke in ihrem Programm zum Existenzrecht Israels. Deutschland habe wegen der Judenverfolgung im Nationalsozialismus eine besondere Verantwortung und müsse jeder Art von Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten.

Krieg und Frieden

Die Linke fordert in ihrem Programm die Auflösung der NATO. Sie soll durch ein kollektives Sicherungssystem unter Beteiligung Russlands ersetzt werden. Deutschland müsse auf jeden Fall aus den militärischen Strukturen der NATO austreten. Kampfeinsätze der Bundeswehr soll es nicht mehr geben, stattdessen soll ein "Willy-Brandt-Corps" für zivile Maßnahmen geschaffen werden.

Regierungsbeteiligungen

Die Linke knüpft eine künftige Beteiligung an Regierungen an enge Bedingungen: "An einer Regierung, die Kriege führt und Kampfeinsätze der Bundeswehr im Ausland zulässt, die Aufrüstung und Militarisierung vorantreibt, die Privatisierungen der Daseinsvorsorge oder Sozialabbau betreibt, deren Politik die Aufgabenerfüllung des Öffentlichen Dienstes verschlechtert, werden wir uns nicht beteiligen."

Drogen

In dem Programm fordern die Linken langfristig eine Legalisierung aller Drogen. Dies sei im Zuge einer "rationalen und humanen Drogenpolitik" erforderlich. In einem am Abend gefassten Zusatzbeschluss stellte die Partei allerdings klar, dass damit nur die kontrollierte Abgabe harter Drogen an Süchtige gemeint ist. Der Handel mit harten Drogen soll weiterhin verboten bleiben.

Die Partei, die sich um die Menschen kümmert

Nicht zum Gartenfest lockten Bierzeltgarnitur, Partyzelt und Grill an einem sonnigen Samstagvormittag im Mai in die Potsdamer Alleestraße, sondern geladen hatte der Kreisvorstand der Partei DIE LINKE zum „Neumitgliedertreffen“. Ums persönliche Kennenlernen sollte es gehen und darum, sich mit Aktiven über verschiedene Möglichkeiten der politischen Arbeit auszutauschen, so dass sich Jeder nach seiner Fasson ausprobieren kann.

Nach einem herzlichen Willkommen lieferte der stellvertretende Kreisvorsitzende Thomas Schummel die Visitenkarte des Kreisverbands mit derzeit rund 980 Mitgliedern und sieben Ortsverbänden ab. Dann waren „die alten Hasen“ auf die Vorstellungsrunde der zwölf neuen Mitglieder gespannt, die der Einladung gefolgt waren: Was motiviert heute jemanden, sich einer Partei anzuschließen? Und warum haben sich die Anwesenden gerade für DIE LINKE entschieden? Schnell zeigte sich, dass sie trotz unterschiedlichster Lebenssituationen ihre Beweggründe verbinden: Vom Arbeitslosen über die Studierende, den Angestellten und die Selbstständige bis hin zum Frührentner drückten alle den Wunsch aus, etwas für Gerechtigkeit tun zu wollen – als Gegenpol zu einer arbeitnehmerfeindlichen Wirtschafts- und Sozialpolitik, auch zum respektlosen Umgang mit der DDR und der Parteien miteinander. DIE LINKE sei „die einzige Partei, die sich um die Menschen kümmert“.

Aber wie kann sich eine Partei kümmern, wenn sich Politik immer stärker vom Lebensalltag zu entfernen scheint? Anregungen dafür gab Sven Kindervater von der Kommission Parteireform der Landespartei. Schon kleine Teams könnten viel erreichen, wenn sie Menschen bewegen, sich vor Ort aktiv für ihre ureigensten Interessen zu engagieren. Sie selbst kennen ihre Probleme am besten und hätten die stärkste Motivation, Schritt für Schritt Mitstreiter zu aktivieren und die politische Wirkung auszubauen. Neugierigen empfahl er einen Blick auf die Internetseite www.linksaktiv.de. Die Neumitglieder wurden eingeladen, sich für die Gründung eines Linksaktivs im Kreisverband zu engagieren, die Alex Frehse koordiniert.

Über Chancen, sich in Potsdam in die parlamentarische Arbeit einzubringen, berichtete anschließend Hans-Jürgen Scharfenberg als Chef der stärksten Fraktion in der Stadtverordnetenversammlung. Er stellte Bürgernähe als das Prinzip sachorientierter linker Politik heraus und begrüßte deshalb die Gründung von Bürgerinitiativen, weil diese die Themen der Menschen in die Stadtverordnetenversammlung bringen. Nach der weiteren Entwicklung am Brauhausberg befragt, erläuterte er die Absicht der Linken, sich für einen städtebaulichen Wettbewerb zur modernen Nutzung von Schwimmbad und Restaurant „Minsk“ einsetzen zu wollen; ein bezahlbares Freizeitbad in Bornstedt könne er sich darüber hinaus durchaus vorstellen. Nach der lebendigen Debatte fiel sein Hinweis auf ein neues „Mentoringprogramm“ ab 2012 zur Förderung parlamentarischen Nachwuchses auf fruchtbaren Boden...

Abschließend gab Kreisvorstandsmitglied Moritz Kirchner einen kompletten Überblick über die Möglichkeiten für eine aktive Mitarbeit im Kreisverband der Linken – von wohnortnahen Gruppen über themengebundene Arbeitsgemeinschaften bis hin zu Stadtfraktion und Vorständen. Dann gab der erste herzhafte Bratwurstgeruch vom Grill die Runde frei für „den geselligen Teil“, bei dem auch der Kreisvorsitzende Sascha Krämer Interessierten Rede und Antwort stand. So manches Glas (auch alkoholfrei!) wurde gemeinsam geleert. Zum Abschied nach vier Stunden fühlte sich jeder etwas heimischer.

Der Vorstand der LINKEN.Potsdam ging Ende Januar in Klausur

Der Vorstand der LINKEN.Potsdam ging Ende Januar in Klausur. Es wurde viel diskutiert – über den Haushalt für die neuen Ortsverbände und den für die Basisorganisationen. Über die Ausgestaltung der traditionellen Feste wie den 1. Mai und das Sommerfest. Über interne und externe Öffentlichkeitsarbeit, dem Internetauftritt und dem Projekt einer „Offenen Geschäftsstelle“ in der Innenstadt, um in der Potsdamer Öffentlichkeit stärker präsent zu sein. Wir redeten über die Arbeitsteilung zwischen Partei und Fraktion; Kreisvorstand und Ortsvorstände.

Ebenfalls merkte der Kreisvorstand kritisch an, dass frauenpolitische Themen im politischen Alltag fehlen. Dies wird verstärkt in den Vordergrund gestellt werden. In Bezug auf den politischen Nachwuchs in der Partei setzten die Potsdamer Linken weiter auf ein Mentor-Programm, bei dem erfahrene Genossen der Stadtfraktion jüngere in die Arbeit in der Fraktion einführen. Das Mentoringprogramm wird in diesem Jahr von Fraktion und Vorstand vorbereitet, so dass das Projekt  2012 starten kann. Des weiteren wurde beschlossen, dass auf unseren Veranstaltungen und Parteitagen eine Kinderbetreuung stattfindet, so dass auch Familien und Alleinstehende mit Kindern unsere Aktivitäten nutzen können.

Ein Schwerpunkt der Klausur war die Debatte um ein Bildungskonzept. Das beschlossene Konzept steht auf fünf Beinen.

Fortsetzung Programmdebatte mit drei inhaltlichen Veranstaltungen im ersten Halbjah

  • Veranstaltungsreihe "DIE LINKE lernt..." als klassische Bildungsveranstaltung mit inhaltlichen Schwerpunkten
  • Veranstaltungsreihe "DIE LINKE trifft..." , in der Akteure interessanter Organisationen sich bei uns vorstellen und in den Diskurs über Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede treten können
  • Einsteiger_innenwochenende für Neumitglieder: da wird das konkrete Konzept noch erarbeitet
  • Lesekreis "Das Kapital" von Marx

Länger wurde über die Bürgerfrage diskutiert. Die LINKE ist im Süden die aktivste Partei mit dem größten Einfluss – dort müssen wir unseren Einfluss halten, stabilisieren und ggf. ausbauen. In unseren „vermeindlichen“ Hochburgen konnten wir bei den letzen Wahlen unser Stammwählerpotenzial im wesentlichen abrufen. Neue Bevölkerungsgruppen erreichen wir hingegen zu wenig, das gilt vor allem für die nördliche Stadtgebiete. Die Einschätzung "nicht genug Mobilisierungskraft" trifft grundsätzlich zu, wenn wir den hohen Nichtwähleranteil an unserem Anspruch messen, möglichst viele Bürger an der Demokratie zu beteiligen.

Um uns herum vollzieht sich eine Entwicklung. Das wirft die Frage auf, wie wir – unter Bewahrung unseres linken Profils – alte und neue Schichten ansprechen können? Wie weit ist DIE LINKE noch im gesellschaftlichen Leben verankert? Wie können wir neue Kontakte knüpfen? Diesen Fragen  müssen wir uns offen stellen. Das stellt uns vor die Frage: Was bewegt die Menschen in Potsdam und hat DIE LINKE (noch) die richtigen Themen? Daher wird DIE LINKE im April eine Bürgerbefragung starten. Diese dient der Schärfung des inhaltlichen Programms der Partei und um die Fraktion mit konkreten Problemen, Inhalten und Aufträgen für die tagespolitische Arbeit zu füttern.

Der neue Kreisvorstand hat anderthalb Tage über dies und weitere Themen konstruktiv diskutiert. Das hat uns sowohl inhaltlich als auch persönlich weiter gebracht. Daran lässt sich für unsere zukünftige Arbeit anknüpfen. 

Sascha Krämer

Kreisvorsitzender DIE LINKE. Potsdam für den Kreisvorstand

 

 

DIE LINKE hat einen neuen Kreisvorstand gewählt

Ein Aufbruchsignal ging vom Parteitag des Kreisverbands DIE LINKE.Potsdam am 27. November aus – obwohl er doch vor allem der Neuwahl des Kreisvorstands und verschiedener Arbeitsgremien galt. So verkörpert der Mittdreißger Sascha Krämer nicht nur personell einen Generationswechsel, der seit Jahren schrittweise in Kreisvorstand und Fraktion vorangetrieben wird. Vielmehr steht er auch für eine Verbindung von der Vision eines sozial gerechten Zusammenlebens in „einem Potsdam für alle“ mit einer pragmatischen Orientierung auf kommunale Bündnisse. Mehrere Diskussionsredner schlugen den Bogen von ihrer Sicht auf die politische Ausstrahlung der Partei DIE LINKE in Potsdam zu den Vorstellungen für die künftige Arbeit. So unterstrich der Landesvorsitzende Nord die Notwendigkeit eines sozial-ökologischen Wandels, während der scheidende Kreisvorsitzende das Engagement für menschenwürdige Löhne auch von Rot-Rot im Land hervorhob. Die Delegierten konstatierten eine deutliche Verbesserung der Kommunikation im Kreisverband, schrieben sich aber auch ein noch stärker spürbares Engagement „auf der Straße“ und gegenüber potenziellen Bündnispartnern auf die Fahnen. Führen soll diesen Prozess ein neuer Vorstand aus zwei Frauen und sieben Männern, der eine gesunde Mischung bewährter und neuer Mitglieder repräsentiert.

Die Rede von Sascha Krämer können Sie hier lesen.

Ergebnisse:

Sascha Krämer (Kreisvorsitzender): 83%  
Andrea Grunert (stell. Kreisvorsitzende): 90 % 
Thomas Schummel (stell. Kreisvorsitzende): 86%  
Detlef Janson (Kreisgeschäftsführer): 97% 
Alexander Frehse (Kreisschatzmeister): 94%  
Ronny Besancon: 51%
Evelyn Dahme: 99% 
Moritz Kirchner: 73%
Günther Waschkuhn: 76%

Mit der LINKEN ist auch weiterhin zu rechnen

An dieser Stelle danke ich allen Genossinnen und Genossen, die sich aktiv am Wahlkampf beteiligt haben – an den Ständen, bei Verteilaktionen im Straßenwahlkampf, bei der Plakatierung. Dank auch an unseren Kandidaten Hans-Jürgen Scharfenberg für sein engagiertes und kompetentes Auftreten und seinen Einsatz bis an die Grenzen der Belastbarkeit. Dank auch an die Wähler, die unserem Kandidaten ihr Vertrauen schenkten.

Zum Ergebnis der Oberbürgermeister-Wahl: Der Kandidat der „Rathaus-Kooperation“ Jann Jakobs hat die Mehrheit selbst nach Einschätzung aus den eigenen Reihen weniger der „Strahlkraft“ seiner Politik zu verdanken als vielmehr der Allianz derjenigen, die Hans-Jürgen Scharfenberg verhindern wollten. Dieser „Verhinderungswahlkampf“ hat teilweise gewirkt – gleichzeitig müssen wir feststellen, dass in vielen „Hochburgen“ der LINKEN unterdurchschnittliche Wahlbeteiligungen zu verzeichnen sind. Diese und andere Faktoren gilt es zu analysieren.

Natürlich erfüllt diese Ergebnis nicht unsere Erwartungen – es ist aber beileibe kein Grund, die Köpfe hängen zulassen. Es wird zum Beispiel interessant werden, die weitere Entwicklung des „Rathaus-Zweckbündnisses“ zu verfolgen. Parteien, deren Vorstellungen in vielen Themenfeldern (Sozialpolitik, Wohnungsfrage, Jugendkultur usw.) auseinanderdriften, wie wollen diese eigentlich ein Potsdam für Alle gestalten?

Die sowohl in der schlechten Wahlbeteiligung als auch im Wahlergebnis enthaltenen Aussagen stellen uns vor Fragen, auf die wir in der Partei Antworten finden müssen: Warum gelingt es oft nicht, lokalen Bürgerprotest auch in Wahlverhalten für DIE LINKE zu verwandeln? Ist unser inhaltliches Profil in Potsdam hinreichend bekannt, müssen wir es schärfen? Wie können wir „neue Zielgruppen“ in Potsdam (Zuwanderer/Jugendliche) besser erreichen? Welche Bündnispartner gibt es für unsere strategischen Ziele?

DIE LINKE wird auch nach der OB-Wahl konstruktiv und beharrlich die Stadtpolitik begleiten und in gewohnter Art und Weise Impulse setzen. Die Bürger können uns die nächsten Jahre anhand unserer Wahlaussagen messen. DIE LINKE Potsdam bleibt auch weiterhin Ansprechpartner für soziale und bürgernahe Politik in Potsdam. Der Wettbewerb um politische Inhalte und deren Umsetzung hat heute begonnen. Ich lade alle Bürger und politischen Vertreter dazu ein - so können wir der niedrigen Wahlbeteiligung und der Politikverdrossenheit begegnen.

Günther Waschkuhn
Kreisvorsitzender

2. Kreisparteitag beschloss Kreissatzung

Am 03. Juli 2010 fand die 3. Tagung des 2. Kreisparteitages der LINKEN Potsdam im Humboldt-Gymnasium statt. Themen waren, die innerparteiliche Entwicklung, Diskussion zur Kreissatzung und die inhaltliche Vorbereitung der Oberbürgermeisterwahlen. Über eine Stunde wurde auf dem Kreisparteitag nochmals über die zu beschließende Kreissatzung diskutiert. Dabei ging es vor allem um den Stellenwert und erhalt der Basisorganisationen in der Partei als kleinste und wichtigste Organisationsstruktur. Einstimmig wurde danach die Kreissatzung beschlossen. In seinem Beitrag zur Vorbereitung der Oberbürgermeisterwahlen ging Günther Waschkuhn auf die Erfolge des politischen Wirkens der LINKEN und die inhaltlichen Schwerpunkte im Wahlkampf ein: 

  • Wohnungspolitik/Stadtentwicklung
  • Arbeitsplatzentwicklung
  • Bildung/Schulen/Kitas
  • Jugendkultur/Freiland
  • Auseinandersetzung mit Rechtsextremismus
  • Situation der Studierenden
  • Bürgerkommune/Bürgerbeteiligung/Bürgerhaushalt
  • Freier Zugang zu Seeufern
  • Migrations- und Integrationspolitik

Dabei unterscheidet sich DIE LINKE von den politischen Konkurrenten vor allem durch ihr nachhaltiges Eintreten für sozialen Ausgleich und soziale Gerechtigkeit. "Ein Potsdam für Alle", das heißt die Verhinderung des Auseinanderdriftens von "reichen" Wohnvierteln und touristisch geprägter Innenstadt gegenüber Wohnquartieren mit einkommensschwächeren Mietern. DIE LINKE macht Politik für alle Potsdamerinnen und Potsdamer – das ist ihr politischer Leitfaden.

Die Linke eröffnet die Programmdiskussion - Ausführliche Debatte erwünscht

Nun ist er endlich da – sowohl Mitglieder, Freunde als auch politische Konkurrenten haben lange darauf gewartet. Am Wochenende hat der Parteivorstand den Entwurf eines Grundsatzprogramms verabschiedet. Wir alle wissen, dass es schwierig ist etwas aufzuschreiben, dagegen sehr einfach, es zu kritisieren. An dieser Stelle ein Danke an die Programmkommission. DIE LINKE befindet sich nun am Anfang eines Prozess um die Erarbeitung dieses Grundsatzprogramms für die Gesamtpartei. Ich werbe hier für eine gründliche und offene Debatte, um die Grundsätze unserer Politik, innerhalb der Partei, aber auch mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Tagesaktuelle Probleme und Programmfragen zu trennen, wird schwierig. Begriffe müssen konkretisiert, Fragen zugespitzt und konkrete Antworten gegeben werden. Entscheidend ist, wie offen wir diskutieren? Wir müssen auf den Programmentwurf neugierig machen. Dass es über die Inhalte auch parteiinterne Diskussionen gebe, sei selbstverständlich und sollte uns nicht beunruhigen. Wichtig sei, dass über den Entwurf nun eine breite sachliche Diskussion geführt wird, die den Entwurf weiterentwickelt. Im Programm heißt es: „DIE LINKE steht für einen neuen Politikstil der Transparenz, des gesellschaftlichen Dialogs und der direkten Bürgerbeteiligung. Fangen wir jetzt damit an, eine muntere Debatte wird uns nicht schaden! Zum Programmentwurf

Erste Presseerklärungen und Interviews zum Programmentwurf

 

Programm der Partei DIE LINKE (Entwurf) - zum anhören

Der Anfang ist gemacht – und es geht weiter!

„Je stärker die eigene Identitätund Programmatik ausgeprägt ist, umso selbstbewusster lässt sich auch über mögliche alternative Regierungsprojekte reden. Auf Knien lässt sich der Neoliberalismus zwar bejammern, bekämpfen dagegen nicht“, so Erhard Crome von der Rosa-Luxemburg-Stiftung. Wofür steht die LINKE und wie stellt sie sich gegenwärtige sowie zukünftige Gesellschaft vor? Fragen, die seit Gründung an eine Partei gestellt wurden, die erst im Parteienspektrum Fuß fassen muss, bevor sie sich den Strapazen einer Programmdebatte widmen wollte. weiterlesen