Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Sascha Krämer

Antrag 20/SVV/0332 Alles unter einem Dach - Das Potsdamer Familienbüro

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Oberbürgermeister wird beauftragt die strukturellen Rahmenbedingungen für die Errichtung eines Familienbüros in Potsdam zu schaffen. Dazu ist mit den familienrelevanten Akteuren der Stadt ein abgestimmtes Konzept zu erstellen.

In einem zweiten Schritt wird ein digitales Informationsportal aufgebaut, welches die Angebotsvielfalt widerspiegelt und alle Verwaltungsleistungen bündelt. Mittelfristig sollte das Ziel sein, diese Angebote in eine App zu integrieren.

Ein Bericht über die Umsetzung ist der Stadtverordnetenversammlung im 1. Quartal 2021 vorzulegen.

Begründung:

Potsdam ist eine familienfreundliche Stadt mit zahlreichen Institutionen, Einrichtungen und Publikationen, welche Familien beraten, unterstützen und informieren. Aber es fehlt eine hierauf aufbauende niedrigschwellige Serviceeinrichtung, in welcher eine persönliche Informationsweitergabe mit bedarfsgerechter, zielgerichteter Vermittlung zu den Trägern und Angeboten stattfindet.

Bundesweit gibt es in Städten und Kreisen Familienbüros mit unterschiedlicher Zielrichtung und Verortung und durchaus heterogener Ausgestaltung. Primäre Aufgabe ist es, Familien umfassend über bestehende familienbezogene Angebote zu informieren, zu beraten und weiter zu vermitteln. Erfahrungen aus anderen Kommunen zeigen, dass die Büros ein stark frequentierter Anlaufpunkt insbesondere für junge (und sozial schwächere) Familien und damit ein zentraler Baustein in der Präventionskette sind. Das Familienbüro, als zentrale Anlaufstelle, hat in den Kommunen zu einer verbesserten Koordination und Transparenz von Hilfen beigetragen.

Ein Familienbüro ist Servicezentrum und Anlaufstelle zugleich und kann die Informationsvielfalt bündeln, aufbereiten und passgenau weitergeben. Es ist ein Angebot für Eltern und Kinder – eine Anlaufstelle zur schnellen, gezielten Unterstützung und Stärkung von Familien zur Verbesserung der Lebenssituation aller Kinder. Vorteil für Kommune – sie schaffen sich bessere Zugänge zu Familien und erhalten die tatsächlichen Bedarfe vor Ort.

Unter den beteiligten Akteuren wiederum fehlt mitunter die Vernetzung, um einen schnellen Austausch untereinander zu gewährleisten. Das Familienbüro schließt damit eine Lücke zwischen sozialpädagogischer Beratung und Verwaltung, insbesondere in den Bereichen Elterngeld, Kita-Gutschein, Tagespflege, Unterhaltsvorschuss.

Das Familienbüro ist:

  •  zentrale Anlaufstelle für Bürger*innen und Institutionen
  • Kontaktstelle mit Lotsenfunktion
  • Knotenpunkt des Austausches
  • Baustein für die „Willkommenskultur für Familien“
  • Anlaufstelle zur Aufnahme der Bedarfe und Fragestellungen

Kleine Anfragen in der SVV