Diese Website verwendet Cookies.
Zum Hauptinhalt springen

Armut diskriminiert Kinder, nicht Schulsekretärinnen!

Zur Äußerung der Sozialausschussvorsitzenden Clara Geywitz (SPD); Berechtigungsscheine für kostenlose Essenmarken würden Kinder bei der Schulsekretärin diskriminieren, erklärt der Kreisvorsitzende DIE LINKE. Potsdam, Pete Heuer:

Zur Äußerung der Sozialausschussvorsitzenden Clara Geywitz (SPD); Berechtigungsscheine für kostenlose Essenmarken würden Kinder bei der Schulsekretärin diskriminieren, erklärt der Kreisvorsitzende DIE LINKE. Potsdam, Pete Heuer:

Möchte die SPD, dass in Potsdam alle Kinder eine warme Mittagsmahlzeit einnehmen können oder nicht? Erst wurde durch die Verwaltung dieses Anliegen der LINKEN monatelang verzögert, dann durch den Oberbürgermeister als seine Initiative vermarktet und nun durch merkwürdige Argumente wie der Vorschlag der LINKEN sei „nicht unbürokratisch“ oder „durch Berechtigungsscheine würden Kinder bei der Schulsekretärin diskriminiert“ von der Sozialausschussvorsitzenden Clara Geywitz diskreditiert.

Abgesehen davon, dass hier der Stand der Schulsekretärin zu unrecht in ein Bild gesetzt wird, dass an Frau Rottenmeier aus „Heidi“ erinnert, ist festzustellen, dass Kinder durch Armut und dadurch, dass sie nicht an der Schülerspeisung teilnehmen können, diskriminiert werden. In Potsdam nehmen nur 40% der Schüler und Schülerinnen teil.
 
Der Hartz 4-Bedarfssatz für Lebensmittel eines Kindes bis 13 Jahre liegt bei 2,57 € und ab 14 Jahren bei 3,43 €. Aber selbst der ermäßigte Kostenbeitrag für das Schulessen von 1,02 € (Klasse 1 – 6) und 1,28 € (Klasse 7 – 10) reicht nicht aus, wie auch Sozialbeigeordnete Elona Müller bei der Einführung des AWO-Projektes „Spirellibande“ für ein kostenloses Mittagsessen in Stern/Drewitz/Kirchsteigfeld im vergangenen Jahr sagte. Der tatsächliche Lebensmittelbedarf eines 11 jährigen Kindes liegt Schätzungen zufolge bei 5,71 €.

DIE LINKE fordert die zügige Umsetzung des Anliegens ohne Streit auf Kosten der Betroffenen und Beteiligten – zumal man sich in der Sache einig ist.