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Roland Gehrmann&Stefan Wollenberg

Nachhaltige Stadtentwicklung sieht anders aus

Am Mittwochabend hat der Hauptausschuss mehrheitlich für einen Abriss des Staudenhofs in der Potsdamer Mitte votiert. Die endgültige Entscheidung trifft die Stadtverordnetenversammlung im Mai. DIE LINKE. Potsdam hält diese Entscheidung für falsch, erklären Stefan Wollenberg Fraktionsvorsitzender in der SVV und Roland Gehrmann, Kreisvorsitzender:

„Wir haben in dieser Frage eine klare Position: eine solche Entscheidung kann nicht nur unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten getroffen werden. Hier müssen auch andere Faktoren eine Rolle spielen. Nach dem bereits erfolgten Kahlschlag in der Mitte, wäre es ein Gebot der Vernunft, den Staudenhof als letztes Zeugnis dieser Epoche unserer Stadtgeschichte zu erhalten und zu sanieren. Zumindest aber sollte man die Potsdamer*innen befragen, ob sie einen Abriss befürworten oder sich eine Sanierung wünschen. In so einer zentralen Frage und nach dem breit getragenen Bürgerbegehren zur Potsdamer Mitte wäre das das Mindeste. Aber auch die von uns geforderte Bürgerbefragung hat eine Mehrheit im Hauptausschuss abgelehnt.“, sagt Wollenberg.

„Der Abrissbeschluss ist ein Armutszeugnis und ein Zeichen gegen nachhaltige Stadtentwicklung. Erneut werden Millionen verpulvert, um sich weiter dem Bild der preußischen Residenzstadt anzunähern, das weder dem vielschichtigen kulturellen Erbe Potsdams, noch den Bedürfnissen seiner Bürger*innen gerecht wird.“, betont Gehrmann. „Die Pro Potsdam hatte bis zuletzt mit hohem Aufwand versucht zu darzulegen, warum der Abriss des Staudenhofes und ein Neubau für 40 Millionen Euro günstiger sein soll, als eine Sanierung für 18 Millionen Euro. Auch die Sicherung der Sozialbelegungsbindung auf 20 Jahre stellt keine nachhaltige Politik dar. Ich erwarte vom Oberbürgermeister, dass er den Potsdamer*innen die Chance gibt, selbst zu entscheiden!“