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Drohendes Verkehrschaos um Krampnitz herum?
Tina Lange: Stadtverordnete für DIE LINKE. und Forumsmitglied

Krampnitz soll die Chance für deutliche Verbesserungen der verkehrlichen Erschließung im gesamten Potsdamer Norden sein. Beim Krampnitz-Forum am 03.12.2019 zum Thema Verkehrserschließung drängte sich aber doch eher der Eindruck auf, dass zuvor min. 10 Jahre Chaos drohen – mit weiter ungewissem Ausgang.

Ich hatte mir mehr erhofft, doch die hübschen Präsentationen der Verwaltung brachten wenig Neues, außer dass die Tram jetzt erst 2029 angepeilt wird – wohl gemerkt nur bis Krampnitz, Fahrland kommt erst danach. Bis dahin soll es einen Busvorlaufverkehr geben, der die vorhandenen Ortsteile teilweise schlechter als aktuell anbindet, weil die Busse große Umwege durch Krampnitz nehmen sollen. Da helfen auch geplante Express-Busse nicht, wenn die ebenfalls die Schlenker fahren.

Ein paar hübsche genauere Routen für die Tram und den Radschnellweg wurden präsentiert, doch ist keines der daran bestehenden Risiken (z. B. Eigentumsverhältnisse, Landschaftsschutzgebiet, Denkmalschutz, bauliche Einschränkungen) inzwischen aus dem Weg geräumt. Dafür muss das einspurige neue Tramstück an der Roten Kaserne nun doch nochmal aufgemacht werden – für die Bundesfördermittel muss es zweispurig werden. Dabei hieß es damals noch, das ginge an der schmalen Stelle nicht (als Begründung für die 1spurigkeit). Auch bei den anderen Projekten – Bahnhof Marquardt nebst Anbindung gibt es keine deutliche Beschleunigung und weiterhin keine Klärung mit der Deutschen Bahn AG.

Gleichwohl konnte man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass die berechneten Autoverkehrsströme deutlich zu positiv berechnet wurden – und trotzdem bereits katastrophale Belastungswerte zeigen, und zwar sowohl mit „nur“ 5.000 Einwohner*innen der 1. Entwicklungsstufe, als auch mit 10.000 am Ende. Fazit der Verwaltung: Es geht nur mit Verlagerung auf ÖPNV und Rad sowie der Vermeidung von Wegen. Die gewollte Maximierung des Binnenverkehrs in Krampnitz zur Vermeidung von Wegen hängt aber nach wie vor an der (fehlenden) Finanzierung: Stadtteilbibliothek, -musikschule, Schwimmhalle, Freibad, Veranstaltungsräume, …? Steht bisher alles noch in den Sternen und vorbehaltlich der Finanzierbarkeit. Die weiterführende Schule wird mit den ersten 5.000 Einwohnenden auch nicht kommen – dabei ist der Schüler*innenverkehr im Norden bereits heute nahezu überlastet. Nicht zuletzt fand auch nach wie vor keine umfassende Aktualisierung des Verkehrsmodells von 2015 (geplant für 3.800 Einwohnende!) statt, z. B. um eine Weiterführung der Tram bis zum Bahnhof Marquardt nochmal ergebnisoffen zu prüfen.

Fazit: Es bleibt noch viel zu tun und die sehr vielen anwesenden Besucher*innen des Forums zeigten sich wenig begeistert – zu Recht, sind sie doch am Ende die Leidtragenden. Wir werden die Entwicklung in Krampnitz weiterhin an der Seite der Bevölkerung kritisch begleiten.

 

 


Aktuelles aus der SVV

Skulpturenpfad Walk of Modern Art in Potsdam erweitern (beschlossen)

Der Skulpturenpfad "Walk of Modern Art" führt aktuell vom Kulturstandort Schiffbauergasse über öffentliche Wege zum Potsdam Museum und möchte moderne Kunst im öffentlichen Raum etablieren. Die so entstehenden Diskussionsplattformen können Fragen zur Stadtentwicklung stellen. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE. erführe der "Walk" eine Aufwertung, wenn er bis zur Neustädter Havelbucht verlängert und durch vorhandene DDR-Kunstwerke sowie regionale zeitgenössische Künstlerinnen und Künster ergänzt werden würde.

Neubau der Synagoge in Potsdam (beschlossen)

Zahlreiche Studien sind im vergangenen Jahr zu dem Schluss gekommen, dass der Antisemitismus wieder zu erstarken droht. Immer häufiger hört man Berichte, wonach Jüdinnen und Juden sich nicht mehr als solche erkennbar in der Öffentlichkeit bewegen möchten. Umso wichtiger erscheint da das Signal, dass Potsdam eine Synagoge baut und der jüdischen Gemeinschaft eine Heimstatt schafft. Dies ist, man mag es kaum glauben, bereits vor 20 Jahren beschlossen worden und seit dem mit zahlreichen Hürden verbunden gewesen. Die Fraktion DIE LINKE. fordert vor dem Hintergrund der neuerlichen Verzögerungen die Potsdamer Stadtverordnetenversammlung zu einer Willensbekundung auf, den Neubau endlich zu ende zu bringen um den Handlungsdruck auf die Landesregierung zu erhöhen.

Aussetzen des Planfeststellungs-verfahrens Tank- und Rastanlage Havelseen (beschlossen)

Der Landesbetrieb Straßenwesen hat vor Kurzem einen Antrag eingereicht, der die Einleitung eines Planfeststellungsverfahrens zur Errichtung einer Tank- und Raststätte zum Ziel hat. Dieses Projekt ist zwar bereits durch die Medien gegangen, jedoch noch nicht durch die Potsdamer Ausschüsse, in denen nach Vorstellung des Projekts eine politische Auseinandersetzung hätte stattfinden müssen. Auch eine Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner des Areals war nicht gegeben.

Hier finden Sie den RathausReport (pdf)

Kooperationsvereinbarung 2019 - 2024
SPD, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, DIE LINKE

Uns, die Stadtverordneten der Fraktion SPD, Bündnis 90/Die Grünen und Die LINKE eint der Wille, Potsdam gemeinsam zu gestalten.

Potsdam ist attraktiver Lebens-, Wirtschafts- und Arbeitsraum inmitten einer einzig-artigen Natur- und Kulturlandschaft. Die Potsdamerinnen und Potsdamer leben hier gern, immer mehr Menschen ziehen her oder gründen eine Familie. Die Stadt wächst, und wir haben einen rasanten Bevölkerungsanstieg. Das Wachstum müssen und wollen wir behutsam gestalten. Potsdam soll seinen besonderen Charme behalten, soll Heimat für alle sein können, für Alteingesessene genauso wie für Zugezogene. Es soll bezahlbar bleiben, klimagerecht, solidarisch, familienfreundlich und tolerant.

Hier können Sie die Kooperationsvereinbarung herunterladen.

Der aktuelle RATHAUSREPORT
Sophie Sumburane

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